Der Hochrhöner

Samstag 4:30 in der Früh und der doofe Wecker macht Krach, kann ja nur heißen das es wieder mal zum Radfahrn geht. Richtig, heute geht’s nach Bad Salzungen unserem Startpunkt für den Hochrhöner. Nach 4 Stunden Bahnfahrt über Würzburg, Schweinfurt und Grimmental gings in diversen Regionalbahnen in den wilden Osten. Kurz ein paar Startbilder geschossen und das GPS Gerät scharfgemacht schon konnte es losgehn. Dabei waren der Thorsten, Björn und meine Wenigkeit. Durch einen wunderschöne Kleingartenanlage gings aus Bad Salzungen heraus und durch einige kleiner Ortschaften zur ersten Steigung des Tages. Am Pleß angekommen hatten wir auch schon die erste Schiebstrecke hinter uns, es sollte nicht die letzte sein. Von der Pleß ging es auf einem ersten Trail über die Bernhäuser Kutte zum nächsten Hammeranstieg. Da ging nichts mit fahrn selbst das schieben war schon richtig heftig. In Wiesenthal wurden dann zum ersten mal die Flaschen aufgefüllt und es gings zum sinnlosesten Aufstieg des Tages. Wieder war schieben angesagt nur um kurze Zeit später wieder auf der anderen Seite des Berges zu stehn. Der nächste Anstieg hatte es dann natürlich wieder in sich, senkrecht zu den Höhenlinien gings es Bergauf. Die angeschriebene Hütte auf der Spitze des Berges hatte natürlich geschlossen und so ging es nach einem Fruchtriegel wieder abwärts. In Andenhausen wollten wir dann wieder unsere Trinkflaschen füllen und gerieten an die Texas Klause mit den überaus freundlichen Chef dem Texas Klaus. Was ein Laden sowas muss man gesehn haben.
Von da gings dann über den Kolonnenweg an der ehemaligen Grenze entlang. Die Teilung des Hochrhöner haben wir komplett übersehen. Vorbei an einen alten Grenzturm gings wieder einmal über einen Umweg weiter. Mittlerweile lief ich komplett auf Reserve und fragte mich wieso ich den Blödsinn denn überhaupt mitmach. Kurz vorm Eisenacher Haus kam dann auch der erste Krampf de s Tages, sollte auch nicht der letzte sein. Von hier war es dann nicht mehr so weit bis zu unserer Pension in Birx. Dort angekommen hab ich mir erstmal ein Weizen gegönnt, oh war das lecker.
Am nächsten Morgen gings nach einem guten Frühstück und einem kurzen Bremsenservice an Björns Rad wieder weiter. Über das Schwarze Moor gings zum Heidelstein mit seinem markanten Sendemast. Von da gings über eine schönen Trail zum Roten Moor. Dort reichte unsere Zeit für eine Runde über den Bohlenweg. Kurz nach den Moor hatten wir auch die einzige Panne der Tour als bei Thorsten die Luft raus war. Nach der kurzen Zwangspause gings weiter im wilden Ritt zur Hohen Hölle mit der Bushaltestelle der Nordbayrischen Gletscherbahnen. Kurz vor der Abfahrt nach Oberweissenbrunn begegneten wir noch einem überaus freundlichen Schäfer der sich über unser Verhalten ärgerte, komisch wir haben doch nichts gemacht. Die Abfahrt über die Wiesenfläche war echt der Hammer. Danach folgte ein weiterer Anstieg am Arnsberg und dann der Aufstieg zum Kreuzberg. Den haben wir aber über die Straße abgeschwächt. Oben angekommen gabs erstmal eine Bratwurst, wenigsten Heute gabs was anständiges zu futtern. Vom Kreuzberg gings über den Holy Trail wieder ins Tal Richtung Langenleiten. Hier wurden in rasanter Fahrt die angesammelten Höhenmeter wieder vernichtet um dann in Steinberg den nächsten Hügel zu erklimmen, aber man merkte hier schon das es nicht mehr so viele Höhenmeter zu erklimmen gab und es nur noch leicht wellig voran ging. In Stralsbach hatten wir dann den letzten Anstieg der Tour vor uns und haben uns gegen die original Route entschieden, was sicherlich nicht die schlechteste Wahl war. Von der Klaushöhe gings es nur noch Bergab. Über einen Wunderbar flowigen Trail ging es durch das Kaskadental nach Bad Kissingen. Dort ging es über den Kurpark zum Bahnhof und direkt in den wartenden Zug nach Würzburg.

Tag 1:
Km : 64
Hm : 1850
Fahrtzeit : 5:25h

Tag 2:
Km : 64
Hm : 1108
Fahrtzeit : 4:25h

Fazit:
Der erste Tag hat mir recht ordentlich meine Grenzen und Defizite aufgezeigt. Vor allem zum Ende des Tages war der Ofen bei mir aus. Am zweiten Tag gings etwas besser was vor allem am sanfteren Höhenprofil lag. Trailtechnisch hatte der zweite Tag auch mehr zu bieten. Besonders Gefallen haben mir der Trail vom Oberdunkberg und vom Kreuzberg. Der Kreuzbergtrail war mit einer der besten Trails die ich bis jetzt gefahren bin. Den Trail durch das Kaskadental bei Bad Kissingen kann man als würdigen Abschluss einer anstrengenden Tour ansehen.

Meine Bilder gibts hier:
http://picasaweb.google.de/j.wayne2409/Hochrhoner?authkey=Gv1sRgCIuJ_pOz786-5wE&feat=directlink

Den Bericht von meinem Mitfahrer gibts hier:
http://mtb.derfati.de/